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Ausgabe 15 - Donnerstag, den 2. November 2000 Wie die Zeit vergeht - und man merkt wie wenig man weiss. Je näher der Japanese Language Proficiency Test rückt, desto schwerer ist es mir vorzumachen, dass ich wirklich ein paar Kanji verstehe. Aber mit der Zeit lernt man tatsächlich was. Manchmal jedenfalls. Ich war überrascht als ich realisiert habe, dass ich irgendeine eine neue Grammatiklektion verstanden habe oder ich war überrascht, festzustellen, dass ich eine andere doch nicht verstanden habe und Wendungen die letzten 18 Monate falsch benutzt hatte. Nicht zu vergleichen mit der Tatsache, dass mir ein koreanischer Freund das Wort für "Veränderung" beibringen sollte und mir stattdessen das für "Perversion" genannt hat. Gottseidank liess mich jemand dann nach 6 Wochen meinen Fehler wissen. Der Lichtblick des Tages für mich war, dass ich endlich die Faszination der Japaner für neue Dinge verstanden habe. Neuheit ist in Japan wie Göttlichkeit und das fand ich immer etwas seltsam. Bestimmt kann der neue Trend für Recycling auch als kurzer Boom bezeichnet werden, denn er wird sicher wieder abebben sobald es die Leute anfängt zu langweilen (oder realisieren, das second-hand Dinge früher benutzt wurden). Leute wohnen nicht wirklich in second-hand Häusern. Häuser sind einfach ein bisschen zu gross, um als Wegwerfartikel durchzugehen - aber traditionelle Häuser sind meist nur aus Holz und Papier. Das sieht nett aus und scheppert gescheit bei einem Erdbeben, aber kommen hier langsam aus der Mode. Jeder kauft "Juutaku" oder Boxen die in Massenproduktion hergestellt wurden und aus einem hölzernen Gestell und Pressbeton-Wänden bestehen. Hübsch, ordentlich und sauber, aber mit weitaus weniger Charm als die alte Version. Wenn die Leute anfangen, zu verstehen, dass die neue Version ein bisschen länger hält als die alte, können sie sich vielleicht daran gewöhnen second-hand Häuser zu kaufen. Ein anderer Vorteil neuer Häuser ist, dass es dort weniger wilde Tiere gibt. Den ganzen Sommer habe ich mir Schlachten mit einem Ameisenheer in meiner Küche und Flur geliefert (Ich wohne in der Nähe von Toyohashi, in einem sehr alten Haus - voller Charakter - das im Oktober nächsten Jahres plattgewalzt wird, um Platz für eine neue Autobahn zu schaffen). Ich dachte ich hätte die Ameisen besiegt, weil genug Gift verteilt hatte, um ein Pferd zu töten. Nicht sehr umweltfreundlich und auch nicht freundlich zu den Ameisen, ich weiss. Aber an diesem Morgen wachte ich auf und starrte auf die Tatamimatte neben meiner Bett. Ich niesste und die Tatamimatte nahm wieder Tatamifarbe an. Ich war so überrascht, dass es eine Weile dauerte bis ich realisierte, dass sich die verdammten Ameisen wieder rekrutiert hatten und aus der Ritze zwischen den Tatamimatten quollen, die nur 50 Zentimeter von meinem Bett weg war. Sie waren am Ausschwärmen und die Luft war dick vor lauter Ameisen, die versuchten noch draussen zu kommen. Nicht allzuschwierig, denn es gibt genügend Ritzen und Spalten (man merkt richtig, wenn es Winter wird in einem Haus mit jeder Menge Schiebetüren und ohne Heizung), aber sie schienen Schwierigkeiten zu haben. Um 6 Uhr morgens hatte ich wirklich keine Lust es mit ein paar Millionen von Ihnen aufzunehmen - besonders, da sie Luftunterstützung hatten. Deswegen zog ins nächste Zimmer um, nachdem ich den halbherzigen Versuch unternommen hatte, etwa ein halbes Kilo Gift über dem Boden zu verteilen. Ich hoffe dass sie verschwunden sind bis ich zurückkomme. Sonst sehe ich mich nach einer Gastfamilie um. In einem NEUEN Haus. Seelenlos ist in Ordnung, solange es keine Tiere im Schlafzimmer gibt. INHALT 1. Kursinformation Verdienen Sie 3.000 Yen pro Artikel: Schreiben Sie Artikel in Englisch, Japanisch, Koreanisch, Chinesisch, Deutsch oder Spanisch für den Newsletter und verdienen Sie 3.000 Yen pro akzeptiertem Artikel. Offen für alle Studenten bei Yamasa. Schicken Sie ihren Artikel als Text-Email an newsletter@yamasa.org. Die im Newsletter verwendeten Artikel müssen informativ und wenn möglich unterhaltsam sein und irgendeine Verbindung zu Okazaki oder zu Japan im Allgemeinen haben. Euan McKay. Admissions Coordinator
1. Kursinformation UNTERKUNFT: Villas 1, 3 und 4, Residence U und K alle voll bis Ende November. Platz in Villa 2 und Wohnheim (Student Village). Normalerweise gibt es einige Änderungen in letzter Minute, deshalb wenden Sie sich an admissions@yamasa.org für mehr Information. Langzeit-Kurse: Studentenvisa: 10 Plätze von insgesamt etwas über 50 für das Visum ab April 2001 schon vergeben. Die Bewerbungsfrist für das nächste Visum ist der 20. Dezember (zum Studieren ab April 2001). Bewerben Sie sich hier: http://www.yamasa.org/acjs/german/programs/application.htmlKURZZEIT-KURSE: Alle SILAC Programme haben Plätze, aber Unterkunftsmöglichkeiten sind beschränkt. Setzen Sie sich baldmöglichst mit Admissions in Verbindung. Wir nehmen Buchungen für Praktikums und Discovery Programme für 2001 an. |
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