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Heute im Newsletter: 1. Kurzinfos: Kirschblüten,
Okazaki FM, neue Bar. 1. Kurzinfos. (a) Kirschblüten, Okazaki FM, neue Bar:
Die Einrichtungen bei Yamasa werden
immer umfangreicher. Jetzt können wir sogar Radio FM Okazaki im neuen
Studio in der Aoi Halle begrüssen. (mehr dazu nächste Woche). Auch
in der nächsten Woche beginnt die langersehnte Rennovierung des alten
Badehauses von Hattori Industries, neben der Aoi Halle. Was??! Ja das
Badehaus wird zu einer Bar umgebaut - zur Zeit is der Name noch nicht
entschieden, aber das Projekt heisst zu Zeit "Ofuo baa" Ich
hoffe, es fällt bald jemanden ein gescheiterer Name ein. Vielleicht
sollten wir ja eine Ausschreibung machen.
Worum geht es also bei diesem Projekt? Als Teil ihres Kurses haben lokale Architekturstudenten der Aichi Sangyo Universität in Professor Yamadas Seminar Desingvorschläge für das Gebäude gemacht. Das beste Design wird dann an der Stelle gebaut und die Studenten werden selbst die Umsetzung betreuen. Yamadas Seminar kommt oft in der Infogallerie zusammen - einer nichtkommerziellen Kooperative zwischen Yamasa, der Stiftung, der Aichi Sangyo Uni und anderen lokalen Gruppen. Abrissarbeiten der alten Betonklos haben bereits begonnen und die Renovierungsarbeiten beginnen im Mai. Die neue Campusbar sollte ab September aufmachen. Yamada sensei ist offensichtlich ein Fan von US-amerikanischen Sportbars (er hat seinen Doktor an der Columbia Uni in NYC gemacht). Aber er wird das Gewinner-Design erst in ein paar Wochen wissen.
In der Zwischenzeit muss ich mich wohl mit einem Sechserpack Dosenbier
auf der Parkbank zufriedengeben.......
Herzlichen Glückwunsch: Wir gratulieren dem ehemaligen Yamasa-Langzeitstudenten Massimo Chigottie, der letzten Monat seine japanische Freundin Saori in Italien heiratete. Wir wünschen ihm das Allerbeste. Mit einem "bambino" auf dem Weg, wird er Ende September ein beschäftigter Mann sein. (b) Jobs: Bei Yamasa suchen wir weiter Mitarbeiter für die folgenden Stellen:
Nutzen Sie http://www.yamasa.org/acjs/network/english/careers.html für Einzelheiten und andere freie Stellen careers@yamasa.org wenn Sie sich bewerben wollen. Die meisten Stellen haben mit Webpublishing und Übersetzung zu tun. Umsonst Japanischlernen für eine Halbtagsbeschäftigung im International Office. Es handelt sich um permanente Stellen - wir brauchen Leute das ganze Jahr. Sie können uns also auch kontaktieren, wenn Sie sich für Stellen interessieren, die erst später im Jahr beginnen sollen. (c) Mehr Info:
Jon Walden Tel: +81 (0) 564 55 8111 2. Kursinformation Unterkunft: Ab Mai: Villa 1 voll. Kleine Anzahl von Zimmern zur Verfügung in Villa 2,3,4. Residence U ist voll aber K hat Zimmer frei. Ab Juni, beide U und K haben Zimmer frei. Platz in Villa 2, 3&4. Student Village (Wohnheim) - Einzelzimmer für Männer, aber keine für Damen verfügbar. Normalerweise gibt es einige Änderungen in letzter Minute, deshalb setzen Sie sich mit admissions@yamasa.org für mehr Informationen in Verbindung oder checken Sie die Sektion 'Verfügbarkeit'. Langzeit-Kurse: Studentenvisa: Bewerbungen für April 2001: Die Einwanderunsbehörde hat die Studentenvisa für 1. März vergeben, alle Bewerbungen wurden akzeptiert. Bewerbungen für Oktober 2001: 19 bereits eingegangen. Die Bewerbungsfrist geht bis 20. Juni, Maximum ist 55 Plätze - 36 noch frei. Wenn Sie sich für diesen Starttermin bewerben wollen, füllen sie das Online Bewerbungsformular aus (vergleichen Sie den Programmkatalog für Einzelheiten: http://www.yamasa.org/acjs/german/programs/apply.html) oder setzen Sie sich mit Admissions in Verbingung. Kurzzeit-Kurse
Andere Entdeckungsreisen haben alle noch freie Plätze - kontaktieren Sie admissions@yamasa.org für weitere Informationen. Alle SILAC Programme haben Plätze, aber Unterkunftsmöglichkeiten sind beschränkt. Setzen Sie sich rasch mit Admissions in Verbindung. 3. Studenten-Interview: Hugo Britos (Spain - SILAC/Work Study)
Jon: Ima ii desu ka? J: Kann ich dich für den Newsletter
interviewen? J: Wie gut konntest Du
Japansich als Du angekommen bist? J: Wie fandest Du den Unterricht
soweit?
J: Ausserhalb des Klassenzimmers,
was hältst Du von Okazaki? Ich hätte nur lieber einen Desktop anstatt eines Laptops - ich hasse Laptops!!
4. Dinge in Japan: Yakuza Yakuza. Die alleinige Erwähnung des Wortes beschwört Bilder von tätowierten Gangstern mit dauergewellten Haaren und fehlenden Fingern herauf, die in allen möglichen kriminellen Aktivitäten verwickelt sind. Stimmt das wirklich oder handelt es sich etwa nur um eine missverstandene Gruppe von Leuten, die eine wichtige Rolle in der japanischen Gesellschaft spielen?Der Begriff Yakuza stammt aus der japanischen Version von Siebzehn-und-Vier, die ‚Oicho Kabu' heisst. Ziel des Spiels ist es 19 zu erreichen (im Gegensatz zu 21 beim Black Jack) und alles über dieser Zahl ist wertlos. 8-9-3 oder ya-ku-za ist der Ausdruck für die Kombination die genau 20 ergibt. Daher wurde das Wort ya-ku-za für Leute benutzt, die man als wertlos erachtete. Zum ersten Mal taucht der Begriff im frühen 17. Jahrhundert auf und beschreibt Männer, die auch ‚kabuki mono' oder ‚Verrückte' genannt wurden. Die Punker des 17.Jhd (Anm. d. Üsetz.) fielen auf durch ihre schräge Kleidung, einen seltsamen Haarschnitt und ihr schlechtes Verhalten. Während der Shogun-Periode reisten diese Leute, die auch Ronin genannt wurden (Samurai ohne Meister), in kleinen Gruppen durch Japan und beraubten und plünderten kleine Städte und Dörfer. Zur Verteidigung ihrer Städte vor der Plage der ‚kabuki mono' formierte sich in dieser Zeit eine andere Gruppe, die Machi-Yakko (Stadt-Diener) genannt wurden. Sie waren hauptsächlich Ladenbesitzern, Händler und Ronin und waren bei den Menschen dieser Epoche sehr angesehen. Die heutigen Yakuza sehen diese Stadt-Diener als ihre wahren Vorfahren an. Viele von Ihnen würden gerne als Helfer und Retter angesehen werden, so wie es die Machi-Yakko vor 200 Jahren waren. Gegen Ende des 19. Beginn des 20. Jahrhunderts, befand sich Japan in grossen gesellschaftlichen und industriellen Umbrüchen und die Yakuza passten sich schnell an die neuen Zeiten und die neuen Chancen an. Sie begannen neue Mitglieder aus der Schifffahrts- und Bauindustrie zu rekrutieren und mit den Behörden zu kooperieren, um im Gegensatz eine bessere Behandlung durch die Polizei zu bekommen. Die Anzahl der Yakuza-Mitglieder stieg ständig bis Japan in den Zweiten Weltkrieg eintrat. Zu Beginn der amerikanischen Besatzungszeit waren Nahrungsmittel rationiert und es entwickelte sich ein blühender Schwarzmarkt auf dem es eine grosse Auswahl an Artikel gab - und die Yakuza mittendrin. Die neue Form der Strassenhändler wurde als ‚Gurentai' bezeichnet. Die Yakuza übernahm nicht nur die Tätigkeiten der italienischen Mafia, die zu der Zeit besonders aktiv in den USA war, sondern auch deren Stil: dunkle Anzüge, weisse Schuhe und kurze Haare wurden populär. Zwischen 1958 und 1963 stieg die Zahl der Yakuza-Mitglieder zu eine Rekordhöhe von 180.000 Leuten an, etwa 5.000 Gangs in ganz Japan. Mit den Gangs wuchs auch die Gewalt wegen der Verteidigung der Gebietsansprüche. Seit den Sechzigern sind die Yakuza-Mitglieder wieder gefallen. Eine Schätzung der Staatspolizei von 1988 geht von 3.400 Vereinigungen des organisierten Verbrechens aus und einer Mitgliederzahl von 100.000 Leuten (im Vergleich zu etwa 30.000 in den USA). In letzter Zeit mischt sich die Yakuza auch in die legitime Gesellschaft ein und zwar über Geschäfte, zu denen sie leichten Zugang hat: Finanzen, Immobilien und Investment-banking. Es besteht die Sorge, dass die Yakuza so viel monetäre Macht gewinnen könnte, damit die gesamte japanische Wirtschaft zu gefährden. 1992 wurden Schritte unternommen, die die zunehmende politischen und finanzielle Macht der Yakuza einschrenken sollten. Als das "Gesetz zur Verhinderung von illegalen Aktivitäten durch kriminelle Vereinigungen (boryokudan)" verabschiedet wurde, organisierten die Ehefrauen und Töchter der Yakuza-Mitglieder einen Protestmarsch durch Tokios Stadtteil Ginza. Das neue Gesetz hat nicht wirklich viel verändert und die Yakuza ist immer noch allgegenwärtig in der japanischen Gesellschaft. Das konnte man am besten sehen, als ein starkes Erdbeben grosse Zerstörungen in Japan anrichtete. Besonders hart war die Stadt Kobe davon betroffen - Heimat eine der grössten Yakuza-Organisationen: Yamaguchi-gumi. Direkt nach dem Erdbeben dauerte es, bis die lokalen Behörden auf die Zerstörung reagieren konnten, aber die lokale Yakuza war sofort mit Kleidung und Nahrungsmittel für die Not leidende Bevölkerung zur Stelle - nicht nur zur Blamage der Behörden, aber auch ein gelungener PR-Schlag für die Yakuza. Bevor ich nach Japan kam, war Yakuza für mich nur das japanische Gegenstück zu den italienischen, russischen oder amerikanischen Varianten des organisierten Verbrechens. So denken auch viele andere und sehen die Yakuza als Schande der japanischen Gesellschaft an. Je länger ich aber in Japan bin, desto eher beginne ich zu verstehen, dass die Yakuza doch eine Lücke in dieser Gesellschaft ausfüllt. Es liegt in der Art der Japaner, Konflikten eher auszuweichen, als sie durch Rechtsanwälte lösen zu lassen. In diesen Fällen kann es also durchaus hilfreich sein, sich für Hilfe bei Problemen eher an die lokale Yakuza, als die Polizei zu wenden. Die Situation wird vielleicht auf brutalere Art und Weise gelöst, aber schneller und unkomplizierter als auf dem legalen Weg. In dieser Richtung kann man vielleicht erklären, warum Japans Kriminalitätsrate so niedrig ist. Oder die Yakuza sind einfach nur Gangster, die die Kunst perfektioniert haben, den Hang der Japaner, persönliche Beziehungen anstatt rechtlicher Mittel zu nutzen um Probleme zu lösen. Mitgliedschaft: Es gibt keine besonderen Vorraussetzungen für die Mitgliedschaft, aber einzelne Gangs haben sicher ihre eigenen Regeln. Typische Yakuza-Mitglieder sind oft: Jugendliche, die von Ihren Eltern verstossen wurden, Leute die keine Lust haben oder es nicht geschafft haben sich an die Hochdrucks-Gesellschaft und das strenge Schulsystem anzupassen oder Flüchtlinge aus Nachbarländern. Tätowierungen: Tätowierungen sind ein Zeichen für Yakuza-Mitgliedschaft und immer noch bei vielen Japanern sehr unbeliebt. Leute mit Tätowierung, die in ein Onsen (heisse Quelle), ein Schwimmbad oder eine andere öffentliche Badeanstalt gehen wollen, bekommen oft Schwierigkeiten. Entweder ihnen wird der Zutritt verweigert oder sie werden aufgefordert, die beleidigende Körperfläche zu bedecken. Dabei wird keine Ausnahme gemacht, ob der Tätowierte Japaner oder Ausländer ist. Normalerweise tragen Yakuza-Mitglieder ein Gang- oder Gruppenzeichen. Die Vorliebe für Tinte in der Haut kommt angeblich daher, dass Glücksspieler (bakuto) früher für jedes Verbrechen, das sie begangen hatten, einen schwarzen Ring um ihren Arm tätowierten. Später wurde dies dann als Unwilligkeit interpretiert, sich den gesellschaftlichen Normen zu beugen. Yubitsume: Yubitsume ist der Brauch, sich eine Finger abzuschneiden und dann an seinen Boss (Kamicho) zu schicken. Yubitsume gilt als Entschuldigung für Ungehorsam, oder als Bitte andere zu verschonen. Das erste Mal wird die Spitze des kleinen Fingers abgeschnitten, beim zweiten mal kommt der Ringfinger und so weiter. Man sagt, diese Sitte habe ihren Ursprung auch in der Glücksspielszene. Wenn ein Spieler seine Schulden nicht zurückzahlen konnte, schlug man ihm die Spitze des kleinen Finger ab; dies erschwerte ihm in Zukunft ein Schwert zu halten. Bücher über die Yakuza: Wenn Sie mehr über Yakuza wissen wollen, können Sie es mit folgenden englischen Büchern probieren: Yakuza Diary : Doing Time in the Japanese Underworld von Christopher Seymour.Yakuza : The Explosive Account of Japan's Criminal Underworld von David E Kaplan, Alec Dubro. The Photography : Yakuza, Portraits of Japanese Gangs von Michael Soejima. The Tattooed Men : An American Woman Reports on the Japanese Criminal Underworld von Florence Rome. Eine nette Yakuza-Seite in Deutsch 5. Über das Aichi Center des Yamasa Instituts für Japanischstudien Das Yamasa Institute hat es sich zur Aufgabe gemacht, hochqualifizierte Ausbildung in Japanisch anzubieten. Wir sind eine gemeinnützige Organisation und Teil der Hattori Gruppe. Wir wurden anerkannt von der Association for the Promotion of Japanese Language Education - APJLE, Auszeichnungsnummer B302 - und sind das "einzige Institut in der Mikawa-Region, mit entsprechenden Programmen, Systemen, Lehrplänen und Einrichtungen, die für eine qualifizierte Sprachausbildung in Japanisch nötig sind" (laut dem Justizministerium). Die exzellente Qualität unserer Programme wird anerkannt und unser Institut als "eines der besten entsprechend den Richtlinien autorisierten japanischen Sprachinstitute" anerkannt;. Tatsächlich sind wir sogar die einzige Schule in der Mikawa-Region, der diese hochrangige Auszeichnung verliehen wurde. Für Details, besuchen Sie die Akkreditierungs-Seite der Website unter http://www.yamasa.org/acjs/german/accreditation.html 6. Abonnement-Informationen Sie bekommen diesen Newsletter, weil Sie einmal das Aichi Center des Yamasa Institute für Japanischstudien via E-mail kontaktiert haben, oder weil Sie einen internetbasierten Service zum Thema japanische Sprache konsultiert haben und Ihre Anfrage an uns weitergeleitet wurde. Wenn Sie keine weiteren Ausgaben dieses Newsletter erhalten wollen, schicken Sie bitte eine Nachricht an unsubscribe@yamasa.org mit dem Wort "unsubscribe" im Titel. Wir entschuldigen uns für eventuell entstandene Unannehmlichkeiten. |
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