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STUDENTEN-INTERVIEW: Anastasia Katsourbyi (SILAC - Russland)

Anastasia Katsourbyi
Anastasia Katsourbyi

Anastasia (Nastya) kommt aus Vladivostok in Russland und studiert 4 Wochen im SILAC Programm.

Jon: Du bist bald mit deinem Kurs fertig, wie war es denn soweit?
Nastya: Es war gut, als wir uns alle besser kennengelernt hatten und hat meistens Spass gemacht. Es wurde allerdings ein bisschen leiser, als 2 andere Studenten für die letzten 2 Wochen dazukamen.
J: Ich habe Dich beim Feuerwerk von Okazaki am Samstagabend gesehen - wie hat es Dir gefallen?
N: Es war sehr schön, sehr romantisch - Ich war mit meiner Zimmernachbarin da, aber als ich all die Päärchen dort habe sitzen sehen, habe ich mich ein bisschen einsam gefühlt....... Und dann hatte mir jemand erzählt, dass man mit den Raketen auch Wörter und Sätze schreiben kann, aber das habe ich überhaupt nicht gesehen.
J: Sowas habe ich noch nie gehört, wer hat Dir das erzählt!?
N: Keine Ahnung, aber irgendwo habe ich das gehört.

J: So, was hat Dich nach Yamasa gebracht?
N: Ich habe versucht über meine Universität in Vladivostock an ein paar Schulen zu kommen, aber viele der Schulen hatten Bewerbungsfristen, die ich nicht mehr einhalten konnte. Dann suchte ich im Internet und bin auf Yamasa gestossen. Die Termine haben gut in meine Semesterferien gepasst, es gab eine Unterkunft und der Preis war in Ordnung.
J: Was studierst Du in der Uni?
N: Japanisch.
J: Und warum hast du Japanisch gewählt?
N: Ich musste zwischen Japanisch, Chinesisch und Koreanisch wählen. Vladivostok ist nicht weit von Japan, ich denke Japan ist einzigartig und seine Kultur etwas besonderes. Ausserdem will ich einen Job, wo ich in der Zukunft viel Kohle verdienen kann!
J: Nach der Uni?
N: Ich habe vor noch ein Studium in Tourismus zu machen und am besten später ein Reisebüro aufzumachen . J: Wirst Du in der Zukunft wieder nach Japan zurückkommen?
N: Ich hoffe, ich kann in etwa 2 Jahren für 12 Monate hierherkommen und am besten natürlich schon früher.

J: Bist Du zum ersten Mal in Japan?
N: Yes.
J: Und warst Du von irgendetwas überrascht oder hast es nicht so erwartet?
N: Ich hatte bereits viele Dinge über Japan gehört und gelernt - die Kultur, die Geschichte, die Sprache und es war in etwa so, wie ich es mir vorgestellt hatte.
J: Wirklich, war alles genauso wie Du es erwartet hattest?
N: Nun....fast alles. Etwas das ich festgestellt habe ist, dass alle Japaner anders sind und nicht nur unterschiedlich aussehen, sondern auch verschiedene Persönlichkeiten haben! Ich war auch überrascht von der Menge von Franchiseketten die es hier gibt, denn in Russland haben wir das nicht.
J: Es gibt keinen McDonalds oder KFC in Vladivostok?
N: Nein, überhaupt keinen Junk-food at.
J: Hast Du Junk-food hier in Japan gegessen.
N: Nein, ich mag keinen Junk-food und bin auch nicht besonders schaft auf japanisches Essen.
J: Aber wenn Du keinen Junk-food und kein Japanisch magst, was isst Du denn dann?
N: Meine Mutter hat mir russischen Brei mitgegeben. Mit heisser Milch schmeckt der lecker. Das sagt sogar meine Zimmerkollegin.
J: Ich habe noch nie russischen Brei probiert. Ich weiss nur, dass der Brei in England ein bisschen eklig ist.
N: Dann bring ich Dir morgen ein bisschen Grütze mit, wenn Du willst?
J: OK!
J: Wie findest Du denn die Unterkunft?
N: Mein Zimmer in den (Villa Einzimmerwohnungen) ist in Ordnung und ich mag meine Zimmernachbarin voll gern. Sie ist eine sehr hilfsbereite Person. Manche sagen, dass es ein bisschen klein für zwei Leute ist, aber wenn man sich gut versteht ist es halbsowild. Zuerst wollte ich allein in einer Wohnung bleiben, aber jetzt bin ich froh, dass ich das nicht gemacht habe.
J: Hast Du viele japanische Freunde in deiner Zeit hier kennengelernt?
N: Ja, und ich versuche mit ihnen Japanisch zu sprechen, aber es ist manchmal ein bisschen schwierig, weil ich die höfliche Form gelernt hatte und ein bisschen keigo, aber was meine Freunde sagen, ist alles in der Umgangsform und das ist schwierig zu verstehen.

J: Wenn Du nach Vladivostock zurückkehrst was machst Du dann?
N: Es hat seit Anfang August die ganze Zeit geregnet, deswegen will ich gar nicht zurück. Aber leider muss ich zurück und deswegen gehe ich am Freitag nach Nagoya, um noch einmal einkaufen zu gehen und fliege dann am Sonntag zurück nach Russland. Ich treffe meine Freunde, wenn ich wiederkomme und ab 1. September gehe ich wieder in die Uni.

J: Und zum Abschluss, hast Du noch eine Nachricht an unsere Leser?
N: Ja, die meisten Leute denken nur an Moskau oder Sibirien, wenn Sie von Russland hören und man hat mich immer gefragt, ob es denn kalt wäre in Vladivostock. Es ist sicher kalt in Sibirien, aber wo ich wohne sind wir auf der selben Höhe wie Sapporo und da ist es zur Zeit recht warm. Es gibt auch noch eine Menge anderer Gegenden in Russland ausser Moskau und Sibirien.


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