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STUDENTEN-INTERVIEW: Sylvie Nay (SILAC/Privat)

Sylvie Nay
Sylvie Nay

Sylvie Nay studiert im SILAC Programm und nimmt nebenher noch Privatstunden. Ich habe mit ihr nach Ihrer letzten Privatstunde mit Kato Erina sensei gesprochen.

J: Du bist jetzt fertig mit Deinen Privatstunden und hast noch eine Woche im SILAC Programm vor Dir - Wie sind die Privatstunden gelaufen?
S: Es war sehr gut, weil ich allein mit dem Lehrer war und mir Zeit lassen konnte zum reden, mir keine Sorgen machen musste über andere Studenten und auch viel mehr Gelegenheit hatte zu Wort zu kommen.

J: Warum hast du Privatstunden genommen?
S: Eine Freundin von mir hatte vor mir Privatstunden und sie mir empfohlen. Sie sind eine gute Möglichkeit das anzuwenden was man gelernt hat.

J: Warum studierst Du Japanisch?
S: In Frankreich arbeite ich in einem Hotel und wir haben viele japanische Gäste die oft wieder kommen. Die japanische Kultur unterscheidet sich so stark von der Europäischen, dass man erst die Sprache verstehen muss, um die Kultur und die Menschen verstehen zu können.

J: Alles in allem - wie ist der Kurs gelaufen?
S: Eigentlich war ich ziemlich überrascht. Ich war ganz blutiger Anfänger, aber so wie der Kurs gehalten wird kann man schon viel aufschnappen - aber mit dem Sprechen dauert es ein bisschen länger. Ich habe Englisch in England gelernt und ich habe mir ein bisschen Sorgen gemacht. Die Schule in England war nicht schlecht, aber die Lehrer waren nie vorbereitet. Es gab kein zusätzliches Material, das es zum Kurs dazugab und die Lehrer hatten auch nie soviel Motivation wie die hier.

J: Dann war die Geschwindigkeit des SILAC Programms in Ordnung?
S: Einmal dachte ich, es ginge zu schnell, deshalb bin ich eine Klasse zurück gegangen und so konnte ich besser wiederholen was ich verpasst hatte. Aber als ich mich dran gewöhnt habe, lief es alles prima.

J: Wo wohnst Du?
S: Ich wohne im Student Village. Es ist ganz angenehm weil es nicht ganz so weit zur Schule ist und man alles benutzen kann - die Küche, den Fernseher, das Klavier etc. Ich dachte, es wäre vielleicht schwer, das Bad mit anderen Leuten teilen zu müssen, aber es ging eigentlich.

J: Und die anderen Leute im Village?
S: Immer wenn man mit jemanden reden will, ist jemand da. Ich glaube auch, ich habe viel von anderen Kulturen gelernt, wegen dem Nationalitätenmix da.

J: Hast Du ausser Lernen was gemacht?
S: An den Wochenenden habe ich ein paar Reisen gemacht. Ich war in Kyoto, Nagoya - im Aquarium, Schloss etc. - Gamagori und anderen Orten. Dann war ich noch beim Karaoke und in vielen Restaurants - es gibt immer jemand der auch was unternehmen will, wenn man im Village wohnt, deswegen war mir nie langweilig. Ich war im Schloss von Okazaki, und war ein Abenteuer da hinzufinden, aber sonst habe ich nicht viel von der Stadt aufkundschaftet.

J: Warst Du auch in Tokio?
S: Nein. Ich reise nicht so gern ganz allein, deswegen glaub ich nicht, dass ich da noch hinkomme, bevor ich wieder nach Frankreich gehe. Aber dieses Wochenende fahre ich nach Gifu und letzte Woche war ich bei einem Fest in Asuke.

J: Was there anything about Japan that has surprised you, or that you weren't prepared for?
S: Ich bin Französin und anstehen zu müssen, um in ein Restaurant zu gehen ist schrecklich!! Franzosen sind auch sehr voreingenommen gegenüber anderen Kulturen und meine Vorurteile gegenüber Japan haben sich alle nicht bestätigt! Ich dachte, die Japaner gehen nicht aus sich heraus und es wäre schwierig mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Wenn man aber auf Sie zugeht, sind sie sehr herzlich. An meinem ersten Schultag sagte ich zu einem alten Mann auf der Strasse "konnichiwa" und der erwiderte mit einem breiten Grinsen "ohayou gozaimasu". Ab dann wusste ich, dass ohayou gozaimasu guten Morgen bedeutet - So hab ich schon was gelernt bevor ich mit der Schule überhaupt angefangen habe!

J: Wenn du wieder in Frankreich bist, wirst Du weiter Japanisch lernen?
S: Ja, ich hoffe ich finde einen Japanischkurs in der Uni, die nicht weit weg ist, wo ich wohne. Vielleicht komme ich nächstes Jahr sogar wieder . Ich muss für den Kurs nicht selbst bezahlen, weil mein Hotel das übernimmt. Das wäre auf jedenfall schon ein Grund mehr, wiederzukommen.

J: Zum Schluss, hast Du noch eine Nachricht an Leute, die gerade anfangen oder vorhaben bei Yamasa einen Japanischkurs zu machen?
S: Bevor Du nach Japan kommst, solltest Du bereits Katakana und Hiragana können. Das spart eine Menge Zeit hier und man kann sich dann besser auf andere Aspekte der Sprache konzentrieren. Ausserdem kann man dem Unterricht schneller folgen und es ist einfacher neue Wörter zu lernen.
J: Danke.


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