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Dinge in Japan: MORI-AWASE! Essen. Japaner sind total darauf fixiert. Sobald Ihr in Japan ankommt, werdet ihr mindestens eine Million Mal gefragt: " Können Sie ..... essen?" Das mag am Anfang ja noch ganz nett sein, es wird aber schnell nervig. Ja, ich kann Reis essen. Ja, ich kann Sake trinken. Und ja, ich bin zwar ein Brite, aber ich trinke nicht Tee und Scones. Ich meine ich kenne es, aber ich will daraus keine Gewohnheit machen. Ja, ich kann Kaffee trinken, wir trinken den sogar in Europa, und er schmeckt dort sogar besser, naja in Italien aufjedenfall. Nach den üblichen normalen Reis/ Kaffee/ scharfe Speisen Fragen, fangen die Augen an zu leuchten. Und es wird erwartungsvoll gefragt: "Umeboshi?". "Nein, ess ich nicht." Triumohierendes Gelächter. Dann mit einem spöttischen Lächeln auf den Lippen wird nach "Sashimi?" gefragt. "Ja, ich liebe Sashimi." Und es folgen enttäuschte Gesichter. Sashimi ist, wie Ihr sicher schon wißt, roher Fisch der auf verschiedene geheimnisvolle Arten geschnitten wird, um so den Geschmack zu maximieren und schmeckt am besten, wenn er ganz frisch ist. Einmal hat mir ein Japaner, der mir nach außen hin sehr normal zu sein schien, auf eine sehr bestimmte Weise gesagt, daß Ausländer nicht wie Japaner rohen Fisch essen können (Rindstartar?). Der Grund sei, Warum bin ich bloß nicht selber drauf gekommen?, daß Japaner einen 15cm längeren Darm haben, als der durchschnittliche Westler oder Asiaten. Der Kommentar, der mir dazu einfiel, führte dazu, daß ich erstmal sehr lange lachen mußte. Deswegen wurde ich jetzt als Herausforderung, zu einem relativ bekannten und beliebten Izakaya gebracht, wo wir eine halbe Stunde auf einen Sitzplatz warten mußten. Endlich waren wir dran. Mori-awase ist eine ziemlich harmlose Auswahl an Sashimi, die man überall bestellen kann. Als sie serviert wurden, sah alles ziemlich arglos aus ( trotz der ziemlich eindeutigen Tatsache, daß mindestens 8 der Fische, Tintenfisch und Oktupus, noch fröhlich im Aquarium geschommen sind, als wir dort auf unseren Platz gewartet haben). Es gibt auch einen kleinen Korb, aus einer Naturmaterialie hergestellt, der sehr hübsch neben einem großen Stapel von geraspeltem Daikon und einem Stapel von Seetang aussah. Ich öffnete den Korb und drin lagen zwei große Garnelen, deren Panzer entfert war, aber der Kopf und Schwanz immernoch dran waren. Hmmm, ich dachte mir, daß es ziemlich unappetitlich aussah. Ich sagte:"Oishisou" und mit der Aufeuerung meiner Verfolger, zog ich eine der Garnelem beim Schwanz heraus. In dem Moment macht der ganze Körper ein rückwärts Salto, und der Kiefer bohrte meine Hand, es war so unerwartet, daß ich einen Schrei losließ und die Garnele fallen ließ. Alle starrten auf mich, den seltsamen Gaijin, und fing dann an zu lachen. Ich mache den Deckel zurück auf den Korb und wurde Vegetarier, während sich meine Freunde an dieser " sehr frischen" Delikatesse genüßlich taten, welche da ist, geschälte rohe Garnelen.
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