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Dinge in Japan: Taifun oder "taif-u". Ist eines der wenigen Japanischen Wörter, daß ein Teil der Englischen und Deutschen Sprache geworden ist. Taifune sind tropische Wirbelstürme, die Hurrikane genannt werden würden, falls sie irgendwo anders als in Australien auftreten, da die Aussies sie natürlich nur "tropische Wirbelstürme" nennen. Ein Wirbelsturm ist eine sich schnell drehende Luft-Spirale, die sich in der nördlichen Hemisphäre gegen den Uhrzeigersinn dreht, und in der südlichen Hemisphäre mit dem Uhrzeigersinn dreht, er hat in seinem Auge einen niedrigen Luftdruck, und Donner, Blitze, Winde und starke Niederschläge mit dem Sturm. Sie passieren über warmen Wetter, und weit genug vom Äquator entfernt, daß die Coriolis Kraft eine Auswirkung hat. Diese Konditionen herrschen über dem pazifischen Ozean und bis in den Südosten Japans, deswegen gibt es jedes Jahr im Frühling und Sommer einige Taifune. Jedes Jahr kommen von den insgesamt zwanzig bis fünfundzwanzig ungefähr die Hälfte über Japan. Obwohl sie oft viel Schaden anrichten, sind sie ein wichtiger Bestandteil des japanischen Klimas, da der Regen notwendig ist, um die Seen und Stauseen, hauptsächlich für die Flutung der Reisfelder, aufzufüllen. Wenn der Regen ausbleibt, fällt auch die Reisernte schlecht aus. Zu den Folgen der Taifune gehören Überflutungen, Erdrutsche, überflutete Flüsse und Bodenerosion. Sie legen in schlimmen Fällen auch Kommunikation flach (Straßen, Zug, Luft, Telefon, Elektrizität und Wasservorräte). Jedes Jahr sterben einige Menschen, wenn die Straßen zusammenstürtzen, die Flüsse Campingplätze überfluten usw. Letztes Jahr starben 20 Menschen in der Gifu Prefäktur, als die starken Regenfälle mit der Campingsaison zusammen fielen, und Zelte von dem Fluß, der über Nacht über die Ufer getreten war, weggespült wurden. Der letzte Taifun führte zu einer Überflutung von Nagoya und die starken Regenfälle in ganz Zentraljapan zogen über den Süden Japans. Es gab kaum Wind während der Regenfälle, und anstatt einer großen Menge Naß, breitete sich warme Luft bis in en Nordosten des Auges des Taifuns aus, das dann über die Aichi Prefäktur zog. Bei dem Zusammenstoß mit den Japanischen Alpen im Norden und Osten von Aichi, wurde es kondensiert und führte so zu den sinnflutartigen Regenfällen, die insgesamt soviel waren, wie die Menge der Regenfälle in 4 Monaten innerhalb von 24 Stunden. Mindestens vier Menschen starben bei den Überflutungen und den Schlammrutschen, glücklicherweise ging kein Wind, sonst wären die Zahlen viel höher gewesen. Wenn das Auge des letzten Sturms über Nagoya gegangen wäre, wäre die Situation sehr viel schlimmer gewesen. Da das Auge des Sturms oft einen niedrigen Druck hat, kann es das Meeresniveau um einige Meter ansteigen lassen. 1917 war die Flut in Tokyo 2 Meter höher als normal; auch Osaka hatte schon Fluten, die 3 Meter höher als normal waren. Nagoya hat einen Hafen, und falls es eine solche hohe Flut gegeben hätte, wäre sehr viel mehr von der Stadt überflutet worden. In den meisten Teilen der Welt wird den Hurrikanen und Taifunen Namen gegeben. In Japan aber bekommen Sie einfach nur eine Nummer, jedes Jahr ab dem ersten (ichig--?, nig?, sang?, etc.). Aus irgendeinem Grund ist jedes Jahr der 19. ein sehr starker Sturm. Der letzte war der 14., das heißt im nächsten Monat kommt wohl noch ein etwas größerer Taifun. Aber es gibt keine Garantie, daß er auf Japan trifft, es ist ziemlich wahrscheinlich, daß er im Norden oder Süden vorbei zieht. Die Auswirkungen von Nummer 14 waren, daß Declan mehr als 12 Stunden brauchte, um vom Flughafen in Nagoya nach Okazaki zu fahren (normalerweise 50 Minuten), und ein Student der 24 Stunden in Nagoya in Kanayama , mit einigen anderen tausend gestrandeten Japanern, verbrachte. Viele Lehrer kamen nicht zur Schule, da die Zugverbindungen zusammenbrachen. Ich selber konnte auch nicht in die Arbeit kommen, und verbrachte den Tag damit Kaffee trinkend den Regen zu beobachten, während ein Student und Declan auf der Autobahn in dem Van schlafen mußten.... Insgesamt gesehen ist Japan auf die Taifune ziemlich gut vorbereitet, sie passieren ja auch regelmäßig genug. Die meisten sind nur heftige Regenfälle und starke Winde für ein paar Tage, mehr eine willkommene Pause von der Hitze im Sommer, und wenn man Schwimmen gehen vermeidet, gibt es eigentlich keine Lebensgefahr. Das Frühwarnsystem ist außerdem sehr gut, und man kann die Taifune sehr lange beobachten und so seine Reise so planen, daß man nicht von den Transportwegen abgeschnitten wird. Der letzte Sturm war ein Jahrhundertsturm, und es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis ein ähnlich starker Sturm kommt.
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