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Dinge in Japan: Noh und Kyogen Am 18. Mai 2001, war Noh unter den 19 kulturellen Plätzen und Ausdrucksformen denen die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur ) den Titel "Mündliche und nicht fassbare Meisterwerke des Kulturerbe der Menschheit" verliehen hat. Mit der Benennung dieser Meisterwerke wollte die UNESCO - deren Liste der herausragenden Stätten des Weltkulturerbe sehr bekannt ist- die Wichtigkeit betonen, nicht fassbare Überlieferungen zu bewahren, da sie ein wesentlicher Bestandteil der kulturellen Vielfalt sind.
Im 14. und 15. Jahrhundert hat Noh seine heutige Form unter dem Darsteller und Stückeschreiber Kannami und seinem Sohn Zeami angenommen. Besonders Zeami schrieb eine Vielzahl von Stücken, die heute noch aufgeführt werden. Während der Edo Periode (1603-1868) wurde Noh zur offiziellen Ausdrucksform der Militärregierung: eine Art zeremonielles Drama, das von professionellen Darstellern für die Kämpfer-Klasse vorgeführt wurde. In diesem Sinn war es eine Art Gebet für Frieden, langes Leben und Wohlstand für die Eliten der Gesellschaft. Feudalfürsten im ganzen Land versuchten, ihre Truppen zu unterstützen und viele erlernten und zeigten diese Kunst selbst. Mit den gesellschaftlichen Reformen der Meiji Periode (1868-1912) verlor Noh seine von der Regierung ausgehende Unterstützung und starb fast aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden sich jedoch wieder genügend Darsteller und private Sponsoren, um diese Kunst an Amateure zu vermitteln. So wurde Noh in bestimmten Gruppen wieder populär. Noh hat eine kleine, aber enthusiastische Gefolgschaft, die über die ganze Welt verstreut ist, mit Darstellern, die sehr gut ausgebildet sind. Es gibt etwa 1.500 professionelle Darsteller, die ihr Geld nur mit Aufführungen und der Weitergabe der Kunst verdienen, sowie tausende von anderen, die entweder mitwirken oder ihre eigenen Noh-Sücke aufführen. Es gibt sechs Arten von Noh-Dramen: Das Götter-Schauspiel (kami), das Kämpfer-Schauspiel (shura mono), das Perücken-Schauspiel (Katsuro mono) - bei dem es um schöne Frauen geht, das Heute-Schauspiel (gendai mono) - mit aktuellen, zeitgenössischen Themen, das Verrückte-Frauen-Schauspiel (kyojo mono) und das End-Schaupiel (kiri mono) - in dem Teufel und andere Überirdische Wesen auftauchen. Die Stücke selbst sind manchmal in Prosa, doch viel eher in Reimen. Die Prosa ist Japanisch der Oberschicht aus dem 14. Jahrhundert - das für fast alle Japaner gänzlich unverständlich ist. Vor vielen Jahren, kannten fast alle Zuschauer den Hergang der Geschichte und auch Hintergrundinformationen. So verstanden Sie es, die Sybole zu deuten und die hintergründigen Anspielungen auf die japanische Geschichte zu schätzen, die in Worten und Bewegungen versteckt waren. Heutzutage finden es die meisten Zuschauer schwierig, die Bedeutung der Geschichten ganz zu verstehen. Es gibt zwei Arten von Noh-Schauspielern - den Hauptaktör (shite), der normalerweise maskiert ist, und den Nebendarsteller (waki). Die Gesichter aller Akteure sind absolut emotionslos und daher oft maskiert. Musikalische Begleitung wird von 3-4 Musikern gestellt. Ihre Instrumente sind die Flöte (nohkan), eine kleine Handtrommel (kotsuzumi), eine grosse Handtrommel (otsuzumi) und eine grosse Trommel (taiko). Dazu kommt noch ein Chor von 8 Sängern, der bei einer Noh-Vorführung mitmacht. Kyogen sind komische Zwischenstücke, die traditionell als heitere Auflockerung zwischen zwei separaten Noh-Schauspielen aufgeführt werden. Während Noh eher auf Musik beruht, ist Kyogen Dialog-basiert. Es wird in normaler Kleidung (aus früherer Zeit) und normalerweise ohne Masken aufgeführt. Kyogen Schauspieler treten meist in Nebenrollen beim Noh-Schauspiel auf. Auch machen auch die Musiker manchmal beim Kyogen mit. Die Form des Training für die beiden Formen ist sehr ähnlich. Da Noh sehr schwer verständlich ist, isst meist eine englische Übersetzung des Stücks erhältlich. Es gibt Noh-Theater in allen grösseren Städten von Japan. Auch in Okazaki und Nagoya Noh Gaku-do (Tel.: 052-231-0088). Es gibt mehrere Vorstellungen jeden Monat und Tickets kosten zwischen 1.000 Yen für einen Studenten bis 38.000 Yen für einen Platz in der ersten Reihe. Die Preise hängen auch vom Stück und den teilnehmenden Schauspielern ab. Quellen: http://www.unesco.org/opi/eng/unescopress/2001/01-71e.shtmlhttp://www.kt.rim.or.jp/~snoo/ http://www.city.kanazawa.ishikawa.jp/bunka/trad/theater/noh/what/whatE.htm http://www.iijnet.or.jp/NOH-KYOGEN/english/english.html
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