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Dinge in Japan - Tanuki
In der japanischen Folklore werden dem Tanuki grosse Stärke und übersinnliche Fähigkeiten zugeschrieben. Wie der Kitsune (Rotfuchs) ist er ein Meister der Verwandlung und Verkleidung und soll Wanderer hinterlistig auf den falschen Weg bringen oder belästigen. Auf seinen Hinterbeinen stehend, streckt er seinen Bauch (bzw. eher seinen Hodensack) nach vorn und schlägt darauf herum. Der Tanuki wird oft in Szenen dargestellt, in denen er seine verrückten und gefährlichen Scherze mit seinem Hodensack treibt. Angeblich soll der Sack 8 Tatami-Matten gross sein! Wegen diesem grossen "Bauch" wird der Tanuki mit zwei anderen dicken Figuren in Verbindung gebracht: Dem Fugu (Kugelfisch) und Hotei, dem fetten Glücksgott. Wegen seiner Erscheinung soll das Tier auch einem Teekessel gleichen. Der Shogun Ieyasu Takugawa wurde respektloserweise Furu Tanuki, also alter Dachs, genannt. "Tanuki-gao" ist eine Bezeichnung für eine Frau mit rundlicher Gesichtsform. Heutzutage werden Sie Tanuki-Statuen oft vor Restaurants oder Läden sehen, die Gäste willkommenheissen sollen. Früher wurden die Tatamis in Japan wegen ihres delikaten Fleisches gejagt, wegen ihrem dicken Fell (um Pinsel herzustellen) und ihrer Knochen, denen man medizinische Qualitäten zuschrieb. Sie wurden im westlichen Teil Russlands in Pelztierfarmen eingeführt. Einige kamen aus und haben sich seit 1950 weiter gen Westen ausgebreitet - sogar bis nach Frankreich und Skandinavien. Sie leben im Unterholz und oft in der Nähe von Flussen und Seen. Tanuki sind Allesfresser und ernähren sich hauptsächlich von Fischen, kleinen Tieren (Frösche, Nagetiere, Vögel etc.), Nüssen, Früchten und gelegentlich sogar Aas. Die Tanaki, die in der Nähe des Meers leben, fressen auch Muscheln, Krabben und andere Meeresfrüchte. Sie sind nachtaktive Tiere und werden erst nach Sonnenuntergang so richtig munter. Bei der Nahrungssuche legen sie Strecken von 10 bis 20 km zurück. In den 80ern und 90ern begannen die Tanukis, sich auch in japanischen Städten heimisch zu fühlen. Sie durchwühlen Mülltonnen oder lassen sich in den Vorgärten füttern. Auch wegen diesem Verhalten wird der Tanuki mit dem Waschbär verglichen, der in Nordamerika ähnliche Probleme verursacht. Im Winter werden Sie in Japan aber wenig Glück haben ein Exemplar zu Gesicht zu bekommen. Tanukis halten zwar keinen Winterschlaf, aber ziehen sich zu einer Winterruhe in ihre Verstecke zurück, die Sie dann nur äusserst selten verlassen. Sie zehren von angefressenen Winterspeck - auf jedenfall nicht von ihrem Hodensack. Die Zukunft des Tanuki ist unsicher, da viele an einer Art Krätze erkrankt sind, die von einem Parasiten hervorgerufen wird. Infizierte Tanukis leiden an Hautreizungen und fortschreitendem Haarausfall, bis sie fast ganz nackt sind. Ohne ihr wärmendes Fell sind ihre Chancen gering den Winter zu überleben und so wurden seit 1990 viele Winteropfer registriert. Es scheint, als hätte sich die Krätze von den Städten mit dichter Tanuki-Bevölkerung auch aufs Land ausgedehnt, was zu einen starker Dezimierung der Populationen in den Kanagawa und Miyagi Präfekturen geführt hat. Auf der anderen Seite nahm die Zahl der Jäger in Japan in den 80ern ab und in einem Zeitraum von 10 Jahren, verringerte sich die Zahl der erlegten Tanuki von 75.000 Tieren 1981 auf nur noch 33.000 Tieren 1990. Vielleicht gleicht sich ja dadurch der Bestand an Tanukis wieder an. External Links: Eine Liste von guten Seiten über Tanukis finden Sie unter: http://www.canismajor.demon.co.uk/tanukigarden/tanuki.htm
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