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Dinge in Japan - Zen Buddhismus

Japans Hauptreligionen sind Schintoismus und Buddhismus und 80% der Bevölkerung in Japan zählen sich zu diesen Glaubensrichtungen. Allein 90 Millionen Japaner folgen der buddhistischen Lehre, die im 6. Jahrhundert vor Christus in Indien entstand und aus verschiedenen Sekten besteht. Im 6. Jahrhundert nach Christus wurde der Buddhismus aus China über Korea nach Japan gebracht, wo im Jahr 805 dann die Tendai-Sekte und ein Jahr später die Shingon-Sekte gegründet wurden.

Nach der Jodo-Sekte (Reines Land-Sekte), 1175 gegründet, folgte die Zen-Sekte, die 1191 ebenfalls aus China importiert wurde. Die komplizierten Theorien des Zen fanden besonders bei der Militärklasse Anklang. Die zentrale Theorie des Zen-Buddhismus ist, dass das menschliche Leben voll von Leiden ist: Krankheit, Tod oder der Verlust von geliebten Menschen. Wenn man sich von Wünschen, Verlangen und weltlichen Bindungen löst, kann man eine Art von Erleuchtung erlangen und dem ewigen Leiden und dem Kreislauf des wiedergeboren Werdens (Reinkarnation) entkommen. Die Erleuchtung erlangt der Mensch durch Meditation und Selbstdisziplin - daher wird diese Form des Buddhismus sowohl als Religion, aber auch als Philosophie definiert.

Geschichtlich geht der Buddhismus auf Siddharta Gautama zurück. Er wurde im Jahr 563 v.Chr. im heutigen Nepal als reicher Prinz geboren. Im Alter von 29 Jahren wurde Siddharta Gautama plötzlich mit dem menschlichen Leiden, Krankheit und Tod konfrontiert. Davon zutiefst schockiert, liess er Frau und Kind zurück und begab sich in die Heimatlosigkeit, um verstehen zu lernen. Nach sechs Jahren asketischem Leben und Meditation wurde er schliesslich erleuchtet und nannte sich nur noch Buddha (was soviel bedeutet, wie "der Erwachte"). Seine Erkenntnis formulierte er in den Vier Wahrheiten:

1. Alles ich-bezogene Leben ist voll von Leiden.
2. Das Leiden entsteht, weil die äußere Welt über die Sinne die Begierden erzeugt.
3. Das Leiden kann überwunden werden, indem die Begierden überwunden werden.
4. Der Weg dorthin ist der mittlere Pfad, zwischen Genusssucht und Askese.

Die Disziplin und der praktische Zugang zur Zen-Lehre machten diese Lesart zum Buddhismus der militärischen Klasse im mittelalterlichen Japan. Zen-Mönche besetzten einflussreiche Positionen in der Politik und widmeten sich der Kunst und Literatur. Zen-Klöster, besonders die grossen Tempel in Kyoto und Kamakura, waren Zentren für die Religion und auch für Erziehung.

Der Einfluss des Zen auf die japanische Kultur zeigt sich in einer Vielzahl von Formen: Poesie, Kalligraphie, Malerei, Teezeremonie, Ikebana und Landschaftsgärtnerei (besonders die ausgefallenen Stein-Sand-Arrangements in den Tempelgärten). Die Popularität des japanischen Zen verringerte sich im 16. und 17. Jahrhundert, aber seine traditionellen Formen wurden von Hakuin (1686-1769) wiederbelebt. Auf Ihn berufen sich die heutigen Rinzai-Meister. Der Zenbuddhismus wurde mittels der Werke von D.T. Suzuki erst spät in den Westen exportiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg blühte das Interesse an Zen-Meditation auf und in der ganzen Welt wurden Zen-Zentren gegründet.

Der Buddhismus in seinen verschiedenen Formen spielt eine wichtige Rolle im Leben vieler Japaner, aber die Buddhistischen Vorschriften wurden immer wieder angegriffen. Vor allem in den frühen Jahren der Meiji-Periode. Die politischen Führer in dieser Zeit gaben dem Schintoismus als Staatsreligion den Vorrang und versuchten Schinto deutlicher abzugrenzen und unabhängig vom Buddhismus zu machen. Beerdigungen finden in Japan auf die Buddhistische Art und Weise statt und viele Haushalte haben einen kleinen Hausaltar zum Andenken an ihre Vorfahren.

Wenn Sie mehr zum Thema Buddhismus erfahren möchten, werfen Sie einen Blick auf folgende Bücher:

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External Links:

http://www.ibiblio.org/zen/faq.html
http://www.zenguide.com
http://www.japan-guide.com/e/e2055.html

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