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Dinge in Japan: Yose Theater

Yose ist eine Art Japanisches Varieté-Theater, wovon es zwei verschiedene Arten gibt: Rakugo und Manzai. Sie heissen Yose Unterhaltung, benannt nach dem vertrauten japanischen Varieté-Theater wo diee Stücke normalerweise aufgeführt werden. Yose stammt aus der Zeit des 17. Jahrhunderts und war eine Art Unterhaltung für die Leute in den Städten. Die Vorführungen fanden an öffentlichen Orten wie Tempeln und Schreinen statt. Ab dem 18 Jahrhundert baute man dann speziell für diese Vorführungen eigene Yose-Theater.

Manzai ist Japanisch und bedeutet soviel wie 'Stand Up Comedy'. Zwei oder drei Kommödianten führen Sketche auf, machen Witze und unterhalten die Zuschauer mit Gesang und Musikinstumenten. Im 19. Jahrhundert schaffte es Manzei auf die Bühne und wurde weiter verfeinert. In 30er Jahren entwickelte sich eine neue Form des Manzei, nachdem es ein Duo aus Osaka schaffte, dass sich bei seinen geistreich und witzig interpretierten Alltagsszenen die Leute vor Lachen in den Gängen wälzten. Sie können die Aufzeichnungen der Shows dieses Duos heute noch häufig im Fernsehen sehen. Beide tragen westliche Kleidung und einer spielt den Kleveren während der adere den naiven Depp mimt.

An Neujahr gibt es in Japan viele Aufführungen von Manzai-Komödien - besonsers in der Kansai Region. Die bekannteste Manzai Produktionsgesellschaft ist die Yoshimoto Kogyo aus Osaka. Eine der bekanntesten Orte, an denen Manzai aufgeführt wird, sind das Namba Grand Kagetsu Theater, das Shinsaibashi Ni-chome Theater, oder das Naniwa-za Theater - alle in Osaka.

Die zweite wichtige Art von Yose-Aufführung neben Manzai heisst Rakugo. Hier gibt es im Gegensatz nur einen einzigen Akteur, der in der Regel auf einem "zabuton" (einem kleinen Kissen), einer Tatamimatte oder einfach nur auf dem Bühnenboden sitzend, lustige Geschichten zum Besten gibt. Diese Yose-Art ist heute die populärste Form von Yose und geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Der Geschichtenerzähler ist in einen Kimono gekleidet, sitzt ganz gerade und unterhält die Zuhörer mit witziger Erzählweise, Mimik und Körpersprache. Seine einzigen Hilfsmittel sind ein Fächer und ein Handtuch.

Um, Rakugoka zu werden, braucht es viele Jahre Training. Der Rakugo-Anwärter muss erst einen professionellen Rakugoka bitten, ihn als Schüler angenommen zu werden. Wenn der Meister entschieden hat, dass der Junge Talent und Potential mitbringt beginnt er mit der Ausbildung.

Die meisten Rakugo-Monologe stammen aus der Edo- (1603-1868) und Meiji (1868-1912) Periode und reflektieren den Zeitgeist und den Humor dieser Epochen. Daher ist traditioneller Rakugo, im Gegensatz zu früher, heute keine Unterhaltung mehr für ein breites Publikum ist. Es gibt eine kleine, leidenschaftliche Fangemeinde in der älteren Generation, aber junge Leute schätzen den Unterhaltungswert von Filmen, Musik oder Videospielen mehr. Um diesem Trend entgegenzuwirken, haben einige Künstler neue Stücke geschrieben, die das moderne Leben reflektieren. Rakugo-Aufführungen gibt es auch ab und zu im Fernsehen, aber es ist natürlich besser eine Live-Aufführung mitzuerleben.

Früher waren die Yose-Theater Holzhäuser im japanischen Stil und die Zuschauer sassen auf Tatamimatten. Die Urbanisierung nach dem 2. Weltkrieg hat wenig Platz für diese Theater gelassen und so finden die Aufführungen oft nur in einem Raum in einem Gebäude aus Stahlbeton statt. Um das Ambiente der klassischen Theater nachzuempflinden und diese Tradition erhalten wurde im März 1979 ein Teil des Nationaltheater in Tokio zu einer Yose-Bühne umgebaut. Aufführungen finden dort 20 Tage im Monat statt.

Der Eintritt für eine Rakugo oder Manzai-Vorstellung kostet zwischen 1.500 und 3.000 Yen. Eine englische Übersetzung der Vorführung gibt es meist nicht - und besonders bei Manzai wohl nicht erhältlich, da viele der Dialoge improvisiert werden. Wenn Sie sich also für einen Besuch entscheiden, bringen Sie vorher am Besten ihr Japanisch auf Vordermann.

External links:

http://gojapan.about.com/library/weekly/aa010500.htm
http://www.asianinfo.org/asianinfo/japan/pro-performing_arts.htm
http://jin.jcic.or.jp/today/culture.html
http://www.puni.net/~inatu/travel/jap1.html
http://www.fpcj.jp/e/shiryo/pocket/arts/arts.html

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