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Dinge in Japan - "Seijin no hi"

Seijin-no-hi Über dieses Banner

Am Sonntag, den 14. Januar gab es in Japan einen Feiertag namens "Seiji-no-hi" (Coming of Age Day bzw. Tag des Mündigwerdens). Junge Menschen gelten in Japan ab 20 Jahren als volljährig und dürfen ab dann wählen, rauchen, Alkohol kaufen und trinken und haben dann alle Rechte und Pflichten des Erwachsenseins. Zu diesem Anlass veranstalten auch die Kommunalverwaltungen besondere Zeremonien oder "Seijin-no-hi", um diesen Lebensabschnitt zu feiern.

Der Beginn des 21. Lebensjahrs ist für Japaner ein wichtiger Wendepunkt in ihrem Leben. Die Feierlichkeiten sind dazu bestimmt, die "neuen Erwachsenen" darin zu bestätigen, dass sie selbständige Mitglieder der Gesellschaft werden (Der Feiertag war früher am 15. Januar, aber wurde im Jahr 2000 zum 2. Montag des Monats verlegt).

Furisode
Furisode (57KB)
Die meisten 20-jährigen sind bei dieser Zeremonien anwesend, bei der meistens Reden gehalten werden. In den letzten Jahren gab es aber wegen dem Generationskonflikt ein bisschen Stress. Während der Reden klingelten Handys, Feuerwerkskörper wurden losgelassen und es gab Zwischenrufe bei der Rede des Bürgermeisters oder prominenten Gastrednern. Deshalb haben einige Kommunen reagiert und die Reden gekürzt, um die Veranstaltung unterhaltsamer zu machen (In manchen Fällen wurden auch Bingo und Karaoke eingebaut). Eine Stadt in der Chiba Region hat die gesamte Feier sogar nach Disneylandland verlegt. Auch wenn die Störungen oft nur Einzelfälle waren, vermittelten die Medien ein anderes Bild, da sich die abendlichen Nachrichten lieber auf die Störungen konzentrierten.

Jedes Jahr wird auch von fallenden Teilnehmerzahlen berichtet. Japan's Geburtenrate fällt ständig. In den nächsten 3-5 Jahren wird die Einwohnerzahl ihren Höchststand erreichen, bevor sie beginnt zu schrumpfen.
Sonja mit zwei 'Ausnahmen'
Sonja with two "non-suits" (26KB)

Coming of Age-Feiern werden in Japan schon seit hunderten von Jahren gehalten. Während der Edo Periode (1603 1868) waren Jungen mit 15 Jahren volljährig und bekamen ihre Stirnlocken abgeschnitten. Mädchen waren es an ihrem 13. Geburtstag und ihnen färbte man die Zähne schwarz. Erst im Jahr 1876 entschied die japanische Regierung, die Volljährigkeit auf das Alter von 20 Jahren zu setzen.

Studenten und neue 'seijin' im Okazaki Chuo Sogo Koen
Students and new "seijin" at Okazaki Chuo Sogo Koen (28KB)
Seijin-no-hi ist eine gute Gelegenheit Fotos zu schiessen. Die meisten jungen Männer tragen Anzüge (Ausnahmen bestätigen die Regel), aber die Mädchen wählen die traditionelle Furisode. Die Furisode ist eine Art Kimono mit längeren Ärmeln und besonderem Design. Für unverheiratete Frauen ist dies wahrscheinlich der feierlichste Aufzug, den sie vor ihrer Hochzeit tragen können. Deswegen nutzen viele diese Gelegenheit als Symbol für den Start in die Erwachsenenwelt.

In Okazaki wird die Feier meistens im Chuo Sogo Koen (Central Park) gehalten.

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